Ich (Ed) zähle mich selbst zu der Sorte Mensch, die gerne redet. Ich habe kein Problem damit, anderen davon zu erzählen, was mich gerade umtreibt, woran ich arbeite oder wie es mir geht.

Im beruflichen Kontext jedoch dreht sich das um. Zuhören ist angesagt. Und davon handelt dieses Posting.

Nicht davon, wie Zuhören geht sondern darum, was Zuhören mit dir macht und warum uns Zuhören schon mal schwer fallen kann.

Zuhören statt reden

Wir leben in einer hektischen Zeit. Jeder kommt schnell zum Punkt oder versucht es zumindest. Hast du aber einen Gesprächspartner, dem dies nicht gelingt, der länger braucht, einen Gedanken zu fassen und zu artikulieren, ist es mit deinem Zuhören aber auch schon wieder vorbei.

Ich hab keine Zeit, ich hab keine Zeit (Marius Müller Westernhagen, 1985)

Wir haben keine Lust darauf, zu warten, worauf der andere hinaus will. Keine Lust nachzufragen, keine Lust zu warten. Und deshalb, „helfen„ wir unseren Gesprächspartnern mal schnell auf die Sprünge. Indem wir ihn unterbrechen.

Das wissen unsere Gesprächspartner natürlich. Entsprechend gehetzt versuchen sie auf den Punkt zu kommen, uns das zu liefern, was ihrer Meinung nach „Sache“ ist.

Kommt hier ein Dialog zustande? Besteht hier  die geringste Chance, zu verstehen, was der andere wirklich sagt oder meint?

Impulskontrolle (wieder einmal…)

Es geht in deinem nächsten Gespräch darum, den eigenen Impuls zu unterdrücken, Tempo zu machen. Ja klar! Es geht darum, genau das Gegenteil davon zu tun, nämlich Tempo heraus zu nehmen. Was dadurch entsteht, ist Raum. Raum, den mein Gesprächspartner sich nehmen kann um besser zu sagen, was ihm wichtig ist oder worauf er wirklich hinaus will.

Was dabei herauskommt, ist etwas Schönes: Ein Gespräch, nach dem es beiden Gesprächspartnern gut geht, Sie sich verstanden und abgeholt fühlen. 

Um Gespräche mit einer solchen Qualität zu führen, müssen wir zuhören, uns in unserem Tempo zurücknehmen, uns ganz bewusst dafür entscheiden, unserem Gesprächspartner Raum zu geben. Probier‘s aus!

Kategorien: Allgemein

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