Im zweiten Teil der Serie „Was genau dich müde macht und wo du ansetzen kannst“ ging es um das eigene Bild, das uns während Online-Meetings immer angezeigt wird.

Genauer gesagt: Um den Stress, der damit einhergeht und der dazu beiträgt, dass wir unsere Calls auf Microsoft Teams, Zoom & Co vielfach müde und geschlaucht wieder verlassen.

Online Meetings können langweilig und qualvoll sein. Ich bin der Meinung, dass dies keinesfalls so sein muss. Ein wenig Know-how und Vorbereitung vorausgesetzt und schon können Online-Meetings das liefern, wofür sie eigentlich gedacht wären: Nämlich eine Plattform für gute Verständigung und gelebtes Miteinander zu sein.
Dass uns andere während Online-Meetings „zu nahe kommen“ stellt einen Stressfaktor dar, den man sehr einfach ausräumen kann.

In diesem Post geht es um einen weiteren Faktor, der uns während unserer Meetings stresst, nämlich die Bilder der anderen Meetingteilnehmer. 

Unsere Meetings machen uns laut den Untersuchungen der Stanford Universität unter anderem deshalb müde, weil uns die Köpfe der anderen Teilnehmer auf unserem Bildschirm zu nahe kommen. Viel zu nahe!

Die anderen kommen uns zu nahe

Wie reagiert unser Gehirn nun auf ein Gesicht, das zu nahe kommt? Richtig! Mit Stress. Und zwar, weil es diese Situation auf seine Art interpretiert. Nämlich entweder als

  • intime Annäherung oder 
  • als einen sich anbahnenden Konflikt.

Aber hallo!

Wenn wir uns online zu Meetings verabreden, so wollen wir uns anderen Meeting-Teilnehmern weder auf intime Weise annähern, noch ihnen suggerieren, einen Konflikt mit ihnen zu haben. Die Annahme, dass dies aber sowohl der Fall sein könnte, geschieht unbewusst. Und zwar allein durch den Umstand, dass uns die Gesichter der anderen Teilnehmer an Online Meetings viel zu nahe kommen.

Wer um diesen Umstand weiß, der wundert sich ein Stück weit weniger darüber, was Online Meetings aus ihm machen oder warum er sich nach einige Stunden Online-Kurs als völlig gerädert wahrnimmt. 

In Wirklichkeit kommt uns natürlich niemand zu nahe. Wenn da etwas „zu nahe“ ist, dann ist es die Position jedes Teilnehmers zu seiner Kamera. Und genau hier lässt sich ansetzen! 

Mehr Abstand bitte!

Was also tun, damit uns die Gesichter der anderen TeilnehmerInnen nicht „zu nahe“ kommen? Einfach mehr Abstand zum eigenen Laptop bzw zur eigenen Kamera halten!

Sitzen wir z.B. vor einem Laptop und benutzen während eines Meetings die Tastatur, so erscheint unser Bild für die anderen Teilnehmer des Meetings zwangsläufig sehr groß. Viele beugen sich auch noch in Richtung der Kamera, was ihr Erscheinungsbild für die anderen nochmal verstärkt.

In einem solchen Setting füllt unser Gesicht den zur Verfügung stehenden Bildausschnitt stark aus. Und das ist genau der Punkt, der die anderen – in diesem Fall an meinem Bild – nervt. Ich komme meinen Gesprächspartnern viel zu nahe. 

Online Meetings können stressig sein und langweilig. Oder aber man macht sich Gedanken, wie die online verbrachte Zeit effektiv und gelungen für alle genutzt werden kann. Du hast die Wahl!

Fazit

Eine einfache Lösung für das besprochen Problem besteht also darin, mehr Abstand zur Kamera zu lassen. Damit der Abstand auch gewahrt bleiben kann, wenn die Tastatur benutzt wird, ist die Verwendung einer externen Tastatur empfehlenswert.

Wir sehen, es ist also nicht nur das eigene Bild, das dazu beiträgt, dass unser Gehirn während Online Meetings stärker gefordert ist, als eigentlich nötig. Es ist auch der Umstand, dass wir anderen und sie wiederum uns zu nahe kommen. 

Im vierten und letzten Teil dieser Blog-Reihe geht es um das Thema Bewegung. Sie geht uns während Online-Meetings massiv ab, was wiederum dazu führt, dass wir mit Anspannung und negativem Stress reagieren. 

Kategorien: Allgemein

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