Im ersten Teil der Blog-Serie „Zoom & Co: Was genau dich müde macht und wo du ansetzen kannst“ ging es um das Thema Dauerbeobachtung und was das mit deinem Gehirn macht.

Hier im zweiten Teil der an die Forschungsergebnisse der Stanford Universität angelehnten Blog-Serie geht es um ein nicht minder spannendes Thema, das uns während Online-Meetings gehörig Stress verursacht: Das eigenen Bild.

Stress durch das eigene Bild

Während wir uns selbst während normalen Gesprächen am Arbeitsplatz nie selbst sehen, ist unser Spiegelbild im Video-Call ständig als kleines Bild vorhanden.

Das wäre jetzt kein großes Thema, gäbe es da nicht Studien, die belegen, dass wir uns selbst wesentlich kritischer betrachten, während wir unser eigenes Spiegelbild sehen.

Das kann jeder leicht nachprüfen, indem er sich einfach vor den Spiegel stellt. Ganz schnell wird da der Bauch eingezogen, die Brust heraus gestreckt und kritisch am Haar herumgezupft. All das tun wir einzig und allein deshalb, weil wir uns selbst im Spiegel sehen.

Der Blick in den Spiegel führt führend Zoom Calls dazu, dass wir uns selbst besonders kritisch sehen und auch bewerten.
Wer sich selbst anschaut, tut dies zumeist besonders kritisch. Es stress uns, das während Online–Calls über Stunden mit dem eigenen Spiegelbild konfrontiert zu sein.

Wir sehen uns selbst besonders kritisch

Jetzt ist es so, dass die meisten Plattformen für Video-Calls (Zoom, MS-Teams, etc.) das eigene Bild immer irgendwo am Schirm anzeigen. Manchmal klein, manchmal, wenn die Anzahl der Teilnehmer geringer ist, auch ordentlich groß.

Dem eigenen Bild über Stunden hinweg ausgesetzt zu sein, stresst uns und sorgt für ein negatives emotionales Erleben. Kein Wunder, dass uns während längerer Zoome-Calls die Luft und die Lust ausgeht. Schuld daran ist nicht zuletzt das eigene (!) Bild und der dadurch hervorgerufene Reflex, alles eigene als besonders kritisch wahrzunehmen. 

Selbstansicht ausblenden!

Auf Zoom klickt man mit der rechten Maustaste auf das eigene Bild und deaktiviert es mit „Selbstansicht ausblenden“, fertig! Wer das getan hat, der hat wegen seines eigenen Bildes erstmals keinen Stress mehr.

Das eigene Bild vom Schirm zu verbannen ist ein weiterer hilfreicher Schritt um Bildschirm-Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Dies war der zweite Teil einer Serie, in der ich mich mit der Frage beschäftige, was genau uns in Online-Meetings ermüdet und was dagegen Unternomen werden kann.

Im dritten Teil der Blogserie „Zoom & Co: Was genau dich müde macht und wo du ansetzen kannst“, geht es um den Stress, dem wir durch die Köpfe der anderen Meeting-Teilnehmer ausgesetzt sind. Es ist schon spannend, was in unserem Gehirn abgeht, wenn uns andere viel zu nahe kommen. Soviel vorweg: Es reagiert mit negativem Stress.


Kategorien: Allgemein

1 Kommentar

Zoom & Co: Was genau dich müde macht und wo du ansetzen kannst (3) - Wohlfahrtzone · 4. März 2021 um 7:46

[…] zweiten Teil der Serie „Was genau dich müde macht und wo du ansetzen kannst“ ging es um das eigene Bild, das uns während Online-Meetings immer angezeigt […]

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