Viele reden davon, dass Zoom, Microsoft Teams und Co sie regelrecht aussaugt. Ein ziemliches Erste-Welt-Problem, klar. Fest steht aber auch, dass zu viel Zoom uns müde macht und schlapp.  Das wissen derzeit Homeworker ebenso wie Schulkinder, die teilweise viele Stunden lang vor dem Bildschirm sitzen müssen.

Warum diese Müdigkeit eintritt oder besser, was genau uns müde macht, darüber haben sich Forscher des Stanford Virtual Human Interaction Lab Gedanken gemacht und Spannendes herausgefunden.

Weißt du darüber Bescheid, kannst du das nächste Meeting adaptieren und der Zoom-Tristesse somit ein Schnippchen schlagen. Genau darum soll es in dieser Posting-Serie gehen!

Diese Punkte machen dich müde

Was also genau macht uns müde, wenn wir an Online Meetings teilnehmen?  Laut den Erkenntnissen der Stanford Universität sind es diese fünf Punkte, nämlich

  1. Das Gefühl permanent unter Beobachtung zu sein
  2. Die viel zu großes Gesichter am Schirm, die Stress auslösen
  3. Ständig das eigene Bild zu sehen
  4. Stets still sitzen zu müssen
  5. Die kognitiven Mehrleistungen deines Gehirns

In diesem ersten Blogpost der Serie geht es um den Stress, den das Gefühl mit sich bringt, ständig von allen Meeting-Teilnehmern angeschaut zu werden.

Es geht um Mittel und Wege, hier einzugreifen und aus dem nächsten Online Meeting dadurch weniger gestresst und müde heraus zu kommen.

Erschöpft durch Zoom, Mircrosoft Teams oder Skype? Die eigene Kamera für zehn Minuten abzuschalten bedeutet für unser Gehirn weniger Stress und für uns ein entspannteres Meeting
Zoom, MS Teams und Co machen uns müde. Mit ein paar wirksamen Kniffen lassen sich Erschöpfungszustände wirksam umgehen!

Du stehst unter Beobachtung!

Ein Meeting dauert schon mal eine Stunde und länger. Finden Online Schulungen statt, gilt es nicht selten drei und mehr Stunden hinter sich zu bringen.

Für unser Gehirn und damit und selbst, bedeutet dies, Höchstleistungen erbringen zu müssen. Diese werden notwendig, weil wir während des Online-Meetings unter permanenter Beobachtung stehen bzw. uns deshalb auch als permanent unter Beobachtung stehend  wahrnehmen. Das verursacht negativen Stress!

Kommunizieren wir Angesicht zu Angesicht, etwa in einem Meeting Raum, dann richten sich die Blicke der Teilnehmer auf den, der gerade spricht. Ist seine Wortmeldung vorbei, wird er auch nicht mehr angesehen. Ganz anders im Online Meeting. Die Blicke aller Teilnehmer sind permanent auf mich gerichtet, ich fühle mich beobachtet und reagiere gestresst. Was also tun?

Kamera aus – zumindest für 10 Minuten!

Dem Stress, der aus der gefühlten bzw. tatsächlichen Dauerbeobachtung während Online-Meetings entsteht, kann ich mich entziehen, indem ich die Kamera nicht permanent eingeschalten lasse sondern mir bewusst Kamera-Pausen gönne.

Indem ich mich den Blicken anderer bewusst entziehe, gönne ich mir eine Pause, während der ich am Meeting z.B. für zehn Minuten nur akustisch teilnehme. 

Das Wissen um den Umstand, dass die permanenten Blicke für unser Gehirn Stress bedeuten, hilft bei der Argumentation. Zudem lässt sich damit auch das Argument entkräften, die Kamera zeitweise weg zu schalten verstoße gegen die guten Online-Sitten.

Niemandem kann daran gelegen sein, dass wir Zoom-Calls als strenge Kammern wahrnehmen, die wir ausgelaugt und erschöpft wieder verlassen!

Kleinere Köpfe – weniger Stress!

Neben dem bewussten zeitweise Ausschalten der Kamera gibt es einen weiteren Kniff, durch den man sich gleich weniger beobachtet fühlt.

Man macht am Bildschirm einfach das Programm-Fenster kleiner und reduziert dadurch auch die Größe der Köpfe der angezeigten Teilnehmer. Kleinere Köpfe gehen mit weniger stark in meine Richtung zielenden Blicken einher. Auch so kann ich das Stresslevel wirkungsvoll reduzieren.

Man sieht also, dass bereits kleine Schritte dazu führen können, leichter in Online-Meetings hinein und weniger gestresst wieder heraus zu kommen. Microsoft Teams, Zoom und Google Meet sind schließlich Werkzeuge, die unseren Arbeitsalltag bereichern sollen. Dementsprechend mündig aber auch bewusst sollten wir damit umzugehen lernen!



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